Der chinesische Tourismussektor verzeichnete in der zweiten Jahreshälfte einen allgemeinen Rückgang der Einnahmen pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) im Großraum China.

Der RevPAR von Marriott ist um 4 Prozent gesunken. Der RevPAR von IHG ist ebenfalls um 7 Prozent gesunken. Wyndham meldete einen Rückgang von 17 Prozent in diesem Quartal.

Leeny O'Berg, Chief Financial Officer von Marriott, sagte auf einer kürzlich abgehaltenen Bilanzkonferenz, dass die schwächere Nachfrage und die aktuellen Preistrends in Greater China bis 2024 anhalten könnten. Er merkte auch an, dass der größte RevPAR-Rückgang wahrscheinlich im dritten Quartal eintreten wird.

Gewinner und Verlierer

Es ist interessant festzustellen, dass China nicht der einzige Tourismusriese ist, der einen starken Einbruch erlebt. Auch das Gastgewerbe in den Vereinigten Staaten verzeichnete in der ersten Hälfte dieses Jahres einen leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Im Moment liegt der durchschnittliche RevPAR etwa 5 Prozent unter dem Wert von 2019.

Indien hingegen verzeichnet weiterhin ein stetiges Wachstum. Laut dem jüngsten McKinsey-Bericht "The State of Tourism and Hospitality" (Der Zustand des Tourismus und des Gastgewerbes) ist Indien jetzt der sechstgrößte Inlandsreisemarkt der Welt, gemessen an den Ausgaben.

In dem Bericht heißt es, dass das Wachstum der indischen Mittelschicht der Hauptgrund für diese Entwicklung ist. Die Reiseausgaben des Landes könnten jährlich um bis zu 9 Prozent steigen.

Aus dem Bericht geht hervor, dass Indien bis zum Ende des Jahrzehnts sowohl Japan als auch Mexiko in Bezug auf das Reiseaufkommen übertreffen und damit zum viertgrößten Reisemarkt der Welt werden könnte.