Andrzej Stanski, der eine Organisation leitet, die Kreuzfahrten auf der polnischen Weichsel organisiert, musste seine Bootsrouten aufgrund des Rekordtiefs ändern. "Wir fahren von der Route ab, weil man hier und da auf einen Felsen treffen kann", sagte er gegenüber Reuters. "Die Motoren kosten viel, und es geht um die Sicherheit der Passagiere und von uns selbst".

Nach einem glühend heißen Sommer in Osteuropa hat der größte Fluss Polens nur noch einen Bruchteil seines normalen Pegels. Nach Angaben des polnischen Instituts für Meteorologie und Wasserwirtschaft lag der Pegelstand in Warschau am Mittwoch bei 20 cm. Das ist weniger als der bisherige Rekordtiefstand von 26 cm im Jahr 2016 und im Vergleich zu normalen Pegelständen von 105 bis 250 cm.

Jaroslaw Ssuchozebrski ist Hydrologe an der Universität Warschau. Er sagte, in Polen herrsche eine Dürre.

Einheimische und Touristen, die in Scharen zu den Flussquellen in Dehradun oder Mussoorie strömen, geben den Dorfbewohnern Anlass zur Besorgnis, weil sie dort Müll hinterlassen, sich drängeln und die Landschaft verschandeln. Trends in den sozialen Medien verursachen diesen Zustrom von Menschen, der zu Umweltzerstörung und Sicherheitsbedenken führt. Anwohner und Aktivisten fordern Maßnahmen auf politischer Ebene, um die empfindlichen Ökosysteme zu schützen.

"Wir verbrauchen immer weniger davon, also müssen die Wassernutzer rationeller mit dem Wasser umgehen... vor allem in der Energiewirtschaft. Er erklärte gegenüber Reuters, dass die bei der Energieerzeugung eingesetzten Kühlverfahren auf Wasser basieren.

"Die Qualität des Wassers ist ebenfalls wichtig, denn je weniger Wasser durch den Fluss fließt, desto mehr Schadstoffe werden verdünnt.

Der private Radiosender RMF meldete am Mittwoch, dass im südlichen Teil der Weichsel Dutzende von toten Lachsen gefunden wurden. Es wird erwartet, dass die Wasserstände steigen, da das IMGW für die nächsten Tage starke Regenfälle vorhersagt, aber es könnten neue Risiken entstehen.

Suchozebrski erklärte, dass "wir eine sehr schnelle Reaktion des Flusses haben und sogar von einer hydrologischen Dürre in eine Überschwemmung übergehen können".

Auch in anderen Ländern Mittel- und Osteuropas, darunter Ungarn, sinken die Wasserstände der Flüsse stark ab, was ernste Folgen für die Landwirtschaft hat.