Der Minister für Tourismus und Sport, Sorawong Thienthong, kündigte an, dass Thailand die maximale visumfreie Aufenthaltsdauer für ausländische Touristen auf 30 Tage reduzieren wird, um illegale Geschäftsaktivitäten einzudämmen. Die Entscheidung wurde im Grundsatz zwischen mehreren Ministerien getroffen und wird voraussichtlich Passinhaber aus 93 Ländern betreffen, die sich bisher bis zu zwei Monate ohne Visum in Thailand aufhalten durften.
Bloomberg berichtet, dass der Verband der thailändischen Reisebüros seine Besorgnis über die Zunahme der illegalen Arbeit und Geschäfte von Ausländern zum Ausdruck gebracht hat. Die Bangkok Post berichtet, dass der thailändische Hotelverband die verlängerten visafreien Zeiten mit einer Zunahme der illegalen Vermietung von Eigentumswohnungen durch ausländische Besucher in Verbindung gebracht hat.
Die thailändische Wirtschaft ist die zweitgrößte in Südostasien. Der Tourismus spielt eine wichtige Rolle in dieser Wirtschaft. Die Regierung möchte im Jahr 2024 40 Millionen Ausländer anziehen. Das wäre eine rekordverdächtige Zahl, die die von 2019 noch übertreffen würde. Bis zum 9. März begrüßte Thailand 7,66 Millionen internationale Reisende, ein Anstieg von 4,4% im Vergleich zum Vorjahr.
Die neue Verordnung wird sich wahrscheinlich auf Langzeitreisende und digitale Nomaden auswirken, die häufig visumfreie Aufenthalte für Fernarbeit nutzen. Unternehmen, die sich auf Langzeitgäste einstellen, wie z. B. Co-Working-Spaces oder Vermietungsdienste, könnten ebenfalls Veränderungen in ihrer Kundendemografie feststellen.
Es wird erwartet, dass die Behörden in Kürze ein Datum für die überarbeitete Politik des visumfreien Reisens bekannt geben werden. Sie werden auch weitere Einzelheiten zu möglichen Ausnahmen und/oder Übergangsmaßnahmen für betroffene Reisende bekannt geben.
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